Historie

In diesem Jahr findet das 13. Wustweiler Dorffest statt und kann damit schon auf eine kleine Historie zurückblicken. Hier findet man Informationen und Bilder zu vergangenen Dorffesten.

Viel Spaß beim Schwelgen in alten Zeiten!

11. Wustweiler Dorffest 2011 Bilder von Raimund Kiefer

10. Wustweiler Dorffest 2008
9. Wustweiler Dorffest 2005 Homepage
Bilder von Raimund Kiefer
8. Wustweiler Dorffest 2002
7. Wustweiler Dorffest 1999 Programmheft
6. Wustweiler Dorffest 1996
5. Wustweiler Dorffest 1993 Programmheft
4. Wustweiler Dorffest 1990 Programmheft
3. Wustweiler Dorffest 1987
2. Wustweiler Dorffest 1984 Programmheft
1. Wustweiler Dorffest 1982 Programmheft

Wustweiler Dorffest – Eine Idee ist angekommen.

Die Historie. Ein Text von Rudi Marx (Heimat- und Kulturpfleger 1983 – 2007) zum 9. Wustweiler Dorffest

Es war 1979, rundherum gab es bereits Schmaustage, Gaudifeste, Dorffeste, Burg- und Weiherfeste, Stadtfeste usw. usw. In Wustweiler gab es dies noch nicht.

Eine Gruppe junger Leute kam auf die Idee: In Wustweiler wollen wir auch ein Dorffest haben. Wir wollen ein Fest haben, an dem möglichst Viele beteiligt sind, bei dem fröhlich gefeiert wird, gut gegessen und getrunken wird, bei dem aber noch mehr passieren sollte…

Die Menschen sollten sich näher kommen. Sie sollten zusammenrücken. Das Miteinander sollte nach dem Fest fortgesetzt werden.

Fünf Tage sollte das Fest dauern. Es sollte nicht jedes Jahr stattfinden. Ein Teil des Erlöses sollte für gemeinschaftliche Zwecke verwandt werden.

Die jungen Leute trugen ihre Idee dem damaligen Ortsvorsteher Aloys Alt vor. Der sagte seine Unterstützung zu und los ging es.

Natürlich waren Widerstände zu überwinden, war Hartnäckigkeit gefragt. Nach drei Jahren war es schließlich soweit: Am 16. Juli 1982 feierte das Wustweiler Dorffest seine Premiere. Es wurde ein „rauschendes Fest“! Das Wir-Gefühl war keine Phrase, es war Wirklichkeit geworden. 5 Tage Sonnenschein, was das Wetter betrifft und fünf Tage Sonnenschein in den Gesichtern der Menschen, das Dorffeschd war geboren. Eine Fülle von Programmpunkten spielte sich von freitags bis dienstags ab. Es gelang Konsum und Kreativität zu ihrem Recht kommen zu lassen. Und der Erlös? Mit der Hälfte des gemeinschaftlichen Erlöses wurde der „Notfonds Wustweiler“ gegründet. In Katastrophenfällen kann schnell und unbürokratisch geholfen werden.

Mit dem Dorffest 1982 wurde „die Latte sehr hoch gelegt“. 1984 galt es, daran anzuknüpfen. Es gelang! Und auch für die Zeit nach dem Dorffest „sprang etwas heraus“: Ein Kinderspielplatz entstand mit Hilfe der Gemeinde, eine zweite Brücke über den Seelbach gebaut, der Notfonds wurde aufgestockt. In diesem Zusammenhang ist auf das Miteinander mit der Gemeinde hinzuweisen. In all den Jahren seit 1982 war es ein fruchtbares Miteinander!
Schnell wurde allerdings klar, dass der Rhythmus „alle zwei Jahre“ nicht zu halten war. Konsequenz. erst 1987 fand das dritte Wustweiler Dorffest statt. Und auch da wurde das hohe Niveau gehalten. Unvergessen ist der große Festzug mit der Darstellung alter Bräuche. Einen Kleinkunstabend gab es erstmals beim Wustweiler Dorffest. Dazu bildete sich ein künstlerisches Duo: Rü und Jupp taten sich zusammen. Jahre später initiierten die Beiden die Wustock-Festivals.

Auch die Dorffeste 1990, 1993, 1996, 1999 und 2002 knüpften an die Vor- gängerfeste an. 1993 gab es die SR-Sendung „Fragen an den Autor“ mit dem Buch „Comeback der Biber“. Die Biber feierten später tatsächlich ein Comeback. 1999 gab es wieder eine Festzug. Märchen, Comics und Musicals wurden ein- drucksvoll dargestellt.

Und auch für die Dorfgemeinschaft blieb nach den Festen etwas übrig. In der „Alt School“ steht ein Klavier, bezahlt vom Dorffest. Ein Teil der Möbel in der Heimatstube, bezahlt vom Dorffest, Gedenkbücher für die Opfer der Kriege, finanziert aus Mitteln des Dorffestes, Schilder an bedeutenden Objekten des Dorfes, aus gleicher Quelle finanziert. Dem Arbeits- kreis Heimatkunde war es mit Hilfe des Dorffestes möglich, mehrere Publikationen herauszugeben.

Auch im Jahre 2005 wird die Tradition fortgesetzt, wird wieder die Hälfte des gemeinschaftlichen Erlöses für gemeinsame Zwecke zur Verfügung gestellt! Aus den bisher fünf Tagen des eigentlichen Fest-Wochenendes werden es in diesem Jahre zwar lediglich vier. Zu den Tagen vom 15. bis 18. Juli sind aber noch der Samstag und der Sonntag davor hinzuzurechnen. Auch sie zählen zum Wust- weiler Dorffest.

Mit dem Dorffest 1982 veränderte sich Vieles in Wustweiler. Das Dorffest wirkte sich aus auf die Gestaltung der Altennachmittage und Neujahrsempfänge. Es brache „frischen Wind“ in die Wettbewerbe „Unser Dorf soll schöner werden“, die Erfolge sind bekannt. Überhaupt, das „Wir-Gefühl“ blieb erhalten. Nicht, dass es etwa in Wustweiler keinen Neid, keinen Streit gäbe. Die Art des Umganges miteinander ist allerdings meistens davon geprägt, dass man aner- kennt, dass auch der Andere sich müht und anstrengt. Große Anstrengungen gibt es auch im Vorfeld des kommenden Dorffestes.

Die Organisationsstruktur sieht vor, dass der Ortsvorsteher die Vollversamm- ung der beteiligten Vereine, Organisationen, Institutionen und Interessenge- meinschaften leitet und beim Organisationsleiter die Fäden der Organisation zusammenlaufen. Der Organisationsleiter hat einen Kreis von Leuten um sich, der ihn nach Kräften unterstützt. Die OL hat viele junge Gesichter und auch Neubürger arbeiten in ihr mit. Bewährte Mitarbeiter über Jahre hinweg sind ebenso dabei wie „neue Leute“. Diese Mischung lässt für die Zukunft hoffen.

Mit dem Wustweiler Dorffest entstand 1982 etwas, das die Alten und Jungen und alle dazwischen in einer Weise zusammenbrachte, die bei den Menschen angekommen ist! Es entstand gleichzeitig eine Erwartungshaltung, dass dies auch in der Zukunft so bleibt. 23 Jahre hat´s geklappt, die weiteren Jahren bleiben eine Herausforderung!